23. Dezember 2010

IPTV – Fernsehempfang mit Zukunft

IPTV – das wirklich teure Fernsehen?
Der Fernsehempfang kostet Geld – keine Frage! Als eine neue Variante gesellt sich in den letzten Jahren IPTV dazu. IPTV steht für Internet Protocol Television und meint den Übertragungsweg Internet für Fernsehprogramme und Filme im Gegensatz zu Rundfunk, Kabel oder Satellit. Kritiker bemängeln die mitunter hohen monatlichen Kosten für Fernsehen über das Internet. Aber stimmt dieses pauschale Urteil?

Schauen wir es mal in der Praxis an. Die Kosten für ein IPTV Paket liegen derzeit bei 30–80 Euro monatlich, je nach gewähltem Tarif, Zusatzpaketen und Anbieter. Auf den ersten Blick eine recht hohe Summe, und man ist geneigt, der Konkurrenz, wie Kabel, Satellit & Co bei der Wahl des Übertragungswegs für das Fernsehen den Vorzug zu geben. Hier werden nun im Vergleich dazu einmal die bisherigen TV-Übertragungswege näher unter die Lupe genommen – mit einem interessanten Ergebnis.

IPTV vs. Kabel
Der Empfang von Fernsehinhalten per Kabelanschluss ist in Deutschland der wohl verbreitetste. Dieser ist mit monatlichen Kosten von 16–25 Euro verbunden. Deutlich billiger als IPTV will man meinen. Doch dies ist ein Trugschluss. Denn bei den Angeboten für das Fernsehen über Internet ist nicht berücksichtigt, dass in diesen Paketen bereits ein Internetzugang, eine Internetflatrate sowie eine Telefonflatrate in das deutsche Festnetz enthalten sind. Rechnet man diese Kosten beim IPTV Paket heraus, bleibt unterm Strich ein Betrag von 5–15 Euro übrig. Also ist IPTV deutlich billiger als eine Kabellösung.

IPTV vs. Satellit
Obwohl die Verbraucher bei der Satellitenlösung zunächst vor zum Teil hohen Anschaffungskosten zurückschrecken, entscheiden sich dennoch viele am Ende dafür. Denn es fallen keine monatlichen Kosten an. Das wirkt beruhigend. Doch leider enthält diese Variante keinen Internetzugang und keine Telefonflatrate, sodass dafür extra Kosten von 25–35 Euro anfallen. Zwar ist es möglich, per Satellit im Internet zu surfen, dies setzt aber noch höhere Anschaffungs- bzw. Umrüstungskosten voraus und schlägt im Monat sogar mit Kosten zwischen 40 und 80 Euro zu Buche – je nach gewähltem Tarif und Leistungsinhalt. Auch werden viele Satellitenschüssel-Freunde das Wetterproblem kennen. Denn bei Unwettern, Regen, Schnee oder Hagel ist mit Bildstörungen zu rechnen.

IPTV vs. DVB-T & Co.
Beim terrestrischen Digital-TV sind die Endgeräte kostengünstiger in der Anschaffung, auch fallen keine monatlichen Gebühren an. Leider ist aber bei DVB-T meist die Anzahl der ausgestrahlten Sender eher unbefriedigend. Diese divergieren von Bundesland zu Bundesland und sogar von Stadt zu Stadt. So können z.B. in weiten Teilen Sachsens nur einige öffentlich-rechtliche Sender empfangen werden. Die Verfügbarkeit von DVB-T ist also nicht überall gleich. An HDTV, 3D u.ä. ist beim „Überall-Fernsehen“ nicht zu denken. Ebenso wenig lässt sich über diesen Übertragungsweg ein Internetzugang realisieren.

Fazit
IPTV kann vom Preis- und Leistungsumfang durchaus als eine würdige Variante des Fernsehempfanges mithalten und übertrumpft sogar die eine oder andere Lösung (DVB-T). Denn neben den Fernseh-Kosten ist bereits ein Internetzugang und Telefonflatrate enthalten, die bei bisherigen Lösungen entweder kostenpflichtig dazu gebucht werden müssen oder gar nicht möglich sind. Außerdem ist zu erwähnen, dass die Kosten für mehrere genutzte Leistungen auf der Rechnung bei einem Anbieter übersichtlicher sind, als auf Rechnungen verschiedener Dienstleister. Was Fernsehen in HD und 3D angeht, haben SAT und IPTV klar die Nase vorn. Mehr Informationen zu IPTV samt einer Preisübersicht findet ihr zum Beispiel auf iptv-sparvergleich.de.

(Foto: Tilo Hensel)

Autor: Tilo Hensel

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